DFB-Junioren-Pokal: U19 schlägt TSG Wieseck mit 4:0DFB-Junioren-Pokal: U19 schlägt TSG Wieseck mit 4:0

Die Löwen-U19 steht nach einem ungefährdeten 4:0-Erfolg bei der TSG Wieseck in der 2. Runde des DFB-Junioren-Vereinspokals. Mit zwei Freistoßtreffern (7. und 10.) hatte Arda Efe die Weichen früh auf Sieg gestellt. Ein Eigentor von EliasKalender (75.) und ein Treffer von Paul Sturm (79.) führten zum Endstand.

Die Junglöwen übernahmen sofort die Initiative. Trotzdem hatten die Gäste die erste Chance. Nach einem Konter wurde der Ball in den Rückraum abgewehrt, Leon Jäger kam aus elf Metern zum Abschluss, doch Luca Scholl tauchte ab, holte den Schuss aus dem linken unteren Eck (5.). Die Führung für die Löwen fiel zwei Minuten später. Nach einem Foul an Paul Sturm gab es sieben Meter vor der Strafraumkante, leicht nach rechts versetzt, Freistoß für die Sechzger. Arda Efe nahm mit links Maß, setzte die Kugel neben den rechten Pfosten ins kurze Eck zum 1:0 (7.). Auch das 2:0 fiel nach einem Freistoß. Rehan Murad war vorm vorderen rechten Strafraumeck gefoult worden. Erneut trat Efe an, setzte die Kugel mit links ins lange Eck (10.). Eine gute Chance hatten die Sechzger in der 14. Minute aus dem Spiel heraus. Ben Wohlketzetter setzte sich auf der rechten Seite durch, legte von der Grundlinie zurück auf Patrik Lacic, dessen Abschluss aus acht Metern konnte ein Gegner noch blocken, so dass der Schuss übers Tor ging. Die Junglöwen attackierten Wieseck bereits im Spielaufbau, was den Hessen große Probleme bereitete. Nach einer schönen Kombination der Gastgeber musste Manuel Curic per Grätsche im Strafraum gegen den einschussbereiten Tom Hagner retten (18.). Ein Linksschuss halbrechts aus 14 Meter von Angelos Gkampouris ging knapp übers 1860-Tor (21.). Es war die beste Phase der Mittelhessen. Danach übernahmen die Junglöwen wieder die Kontrolle. Nach einem Angriff über rechts kam der Ball von Jahi Osmani zu Lacic am zweiten Pfosten, dessen Schuss aus sieben Metern wurde übers Tor abgefälscht (31.). Zwei Minuten später hatte Sturm auf rechts zu Murad abgelegt, der ging parallel zur Grundlinie nach innen, schloss dann aus spitzem Winkel ab, traf aber nur das Außennetz. Im Anschluss einer Balleroberung von Efe am linken Strafraumeck tauchte Paul Sturm frei vor Timucin Housseinoglu auf, brachte die Kugel aber nicht am TSG-Keeper vorbei (33.). Fünf Minuten später kam Sturm nach einer schönen Einzelaktion halblinks aus zehn Metern zum Abschluss, verfehlte mit seinem Rechtsschuss das lange Eck, doch der eingelaufene Valentin Bannert erreichte die Kugel, brachte sie aus vier Metern jedoch nicht im leeren Tor unter (38.). Ein 25-Meter-Schuss von Xaver Lippmann strich knapp über die Querlatte (40.). Kurz danach scheiterte Sturm mit einem Schuss aus zehn Metern an Housseinoglu (41.). Vor der Pause hatte der Hessenligist nochmals eine gute Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erzielen. Ein Eckball von rechts wurde vom zweiten Pfosten zurück in die Mitte geschlagen, dort kam Rafael Skakovskij aus sieben Metern frei zum Abschluss, zielte aber mit seiner Direktabnahme genau auf Scholl (43.). So nahmen die Sechzger die 2:0-Führung mit in die Kabine.

In der 2. Halbzeit spielten die Junglöwen die Partie sicher zu Ende, waren defensiv konzentrierter und ließen keine klaren Chancen mehr für den Gegner zu. In der 75. Minute kam ein Pass auf den eingewechselten Loic O’Bryant, der zog von rechts nach innen, schloss mit links ab, Wiesecks Verteidiger Elias Kalender fälschte den Schuss noch leicht ab, so dass sein Torhüter keine Abwehrchance hatte. Mit dem 3:0 war die Partie für die Sechzger gelaufen. Vier Minuten später machte Sturm endgültig den Deckel drauf. Eine Angriffskombination über die linke Seite war der Ausgangspunkt. Der Ball kam dann in die Mitte, wo Sturm vom Elfmeterpunkt zum 4:0-Endstand vollendete (79.).

Jonas Schittenhelm und sein Trainerteam waren mit der 1. Halbzeit nicht zufrieden. „Wir haben sehr fahrig gespielt, das Balltempo war nicht hoch genug. Insgesamt waren wir zu kompliziert und in der Verteidigung nicht konsequent genug“, bemängelte der Chefcoach der Junglöwen, ebenso die Chancenverwertung. „Wir hätten sicher drei, vier Tore mehr machen können, sogar müssen!“ Aber auch der Gegner habe zwei, drei gute Möglichkeiten im ersten Durchgang gehabt. „Die 2. Halbzeit war grundsätzlich besser. Wir hatten mehr Zug mit dem Ball und haben hinten konsequenter verteidigt.“ Doch auch hier war das Manko, dass erneut viele Möglichkeiten ungenutzt blieben. „Wir hatten bestimmt zehn gute Möglichkeiten, aber irgendwie wollte der Ball nicht rein.“ So kamen nur noch zwei Treffer in der 2. Halbzeit hinzu. Einen Wunschgegner hat Schittenhelm für das Achtelfinale keinen. „Hauptsache was Cooles, aber wir freuen uns, dass wir in der nächsten Runde sind und nehmen alles, was kommt!“

Mögliche Gegner in der 2. Runde sind: Berliner AK 07, SV Babelsberg 03, SC Freiburg, Holstein Kiel, 1. FC Heidenheim, TSG Hoffenheim, Hertha BSC, VfL Wolfsburg, Energie Cottbus, Chemnitzer FC, SV Wehen Wiesbaden, 1. FC Kaiserslautern, FC Ingolstadt 04, Karlsruher SC, FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, MSV Duisburg, Berliner SC, VfB Stuttgart, Bayern München, 1. FSV Mainz 05, 1. FC Magdeburg, 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen, SC Paderborn 07, Werder Bremen, Hannover 96, Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf, FC St. Pauli und FC Carl Zeiss Jena.


STENOGRAMM

DFB-Junioren-Pokal 2026/27,
1. Runde, 02.08.2026, 11 Uhr
TSG Wieseck – TSV 1860 München 0:4 (0:2)

TSV 1860 München
Scholl (Tor) – Osmani, Mühl (78., Doktorczyk), Curic (78., Jünke), Efe – Wohlketzetter (73., Peters), Lippmann, Lacic – Murad (73., Mantsch), Bannert (63., O’Bryant), Sturm

Tore
0:1 Efe (7.), 0:2 Efe (10.), 0:3 Kalender (75., Eigentor), 0:4 Sturm (79.)

Gelbe Karten
Hagner – Mühl, Efe

Zuschauer
700 Stadion am Ried

Schiedsrichter
Sami Elias Tirech (Maudach); Assistenten: Mickaël Walker (Kusel), Mesut Demirag (Weinsheim)

Teamseite der U19-Junioren

Bildergalerie von Markus Burger

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