Cristian Leone, mit 14 Treffern bester Torschütze der Löwen-U21, trainierte die Woche über mit den Profis, wird aber in Landsberg dabei sein. Foto: Joachim MentelCristian Leone, mit 14 Treffern bester Torschütze der Löwen-U21, trainierte die Woche über mit den Profis, wird aber in Landsberg dabei sein. Foto: Joachim Mentel

Für die Löwen-U21 geht es in der Bayernliga Süd als Spitzenreiter zum Tabellenzweiten, dem TSV 1882 Landsberg. Beide Teams trennen in der Tabelle gerade mal drei Punkte. Anpfiff im 3C-Sportpark (Emmy-Noether-Str. 1, 86899 Landsberg am Lech) ist am Freitag, 24. April 2026 um 18.60 Uhr.

In den vergangenen Wochen hatten die kleinen Löwen einige Spitzenspiele, meist gegen den zu dieser Zeit Drittplatzierten. Dabei gab es zu Hause klare Erfolge gegen den FC Deisenhofen (5:0), gegen den SV Erlbach (4:0) und zuletzt gegen den SV Kirchanschöring (5:0). Nun muss das Team von Trainer Alper Kayabunar auswärts ran. Landsberg ist neben der Sechzger-Reserve, die zuletzt sechs Spiel in Folge gewann und 2026 noch ungeschlagen ist, die Mannschaft der Stunde. Die letzte Punktspiel-Niederlage der Lechstädter datiert vom 10. Oktober 2025. Der Gegner hieß damals TSV 1860 München II.

Die Löwen-U21 gewann auf dem 1860-Trainingsgelände mit 2:0. Torschützen waren Emre Erdogan und Noah Klose. Schon damals hatte die Partie die gleiche Konstellation: Erster gegen Zweiten. Nur diesmal geht es für die Sechzger in den 3C-Sportpark. Dieser dürfte gute gefüllt sein, weil traditionsgemäß auch viele Löwen-Fans aus dem angrenzenden Allgäu und Schwaben den Weg ins oberbayerische Landsberg finden.

Zudem ist es für beide Trainer ein besonderes Spiel. Landsbergs Coach Christoph Rech war einst in der U17 von Rosenheim zu den Junglöwen gewechselt, durchlief die Junioren-Bundesligateams der Sechzger und war später auch in der Reserve ein wichtiger Faktor, für die er 52 Spiele in der Regionalliga bestritt. Dagegen kennt U21-Trainer Kayabunar sein Gegenüber vor allem als Spieler. „Ich persönlich habe durch meine Zeit bei Türkgücü einen tiefen Bezug zu wichtigen Personen bei Landsberg, die bei mir lange Spieler waren“, erzählt der 40-Jährige. „Chris war bei mir drei Jahre Führungsspieler“, sagt er über den 32-jährigen Coach. „Ünal Tosun mein Kapitän und Maxi Berwein ein absolut wichtiger Spieler in den ersten beiden Jahren als Cheftrainer in der Regionalliga. Auch deshalb freue ich mich auf das Spiel.“

Kayabunar spricht mit Hochachtung von seinem Trainer-Kollegen Rech. „Er hat die Mannschaft stabilisiert, sie haben unter ihm eine unglaubliche Serie hingelegt und seit dem Vorrundenspiel gegen uns nicht mehr verloren.“ Rech war eigentlich als Sportlicher Leiter in die Saison gegangen, übernahm nach der Trennung von Alexander Schmidt am 19. August 2025 zunächst interimsweise das Traineramt. Besonders die Mentalität, die der gebürtige Rosenheimer, seinem Team vermittelt hat, imponiert Kayabunar. „Wenn sie hinten liegen, geben sie nicht auf. Landsberg hat schon einige Tore in den letzten Minuten geschossen.  Das zeigt die Qualität der Mannschaft.“ Auch die Mischung im Team stimme. „Es sind einige Spieler im Kader, die bereits Regionalliga gespielt haben, und viele junge, hungrige Spieler, die unbedingt eine Klasse höher spielen wollen. Auch deshalb wird es ein sehr interessantes Spiel.“

Für beide Teams geht es in dieser Partie um sehr viel. Die Löwen-U21 könnte bei einem Sieg bereits den Sekt für die Meisterfeier kaltstellen, hätte dann vier Spieltage vor dem Ende sechs Punkte Vorsprung bei einem Spiel weniger als der Konkurrent. Doch auch die Landsberger haben angekündigt, dass sie nicht nur in die Regionalliga aufsteigen wollen, sondern auch den Titel in der Bayernliga Süd im Visier haben. Das sei natürlich für beide Mannschaften eine besondere Motivation, findet Kayabunar, der aufgrund der Regularien des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) mit der 1860-Reserve nicht aufsteigen kann. Deshalb zählt für die kleinen Löwen nur der Titel. „Wir wollen das ins Ziel bringen, was wir uns über die ganze Saison erarbeitet haben“, so die Maßgabe des 1860-Trainers.

Das Stadion wird wohl an diesem Abend aus allen Nähten platzen. Erstmals wird dabei eine neue Flutlichtanlage in Betrieb genommen. „Ich denke schon, dass einige Zuschauer kommen werden. Allein aus meinem Freundeskreis wollen viele Leute vorbeischauen“, erzählt Kayabunar. Schließlich sei es das absolute Spitzenspiel in der Bayernliga.

Personell kann der U21-Coach aus dem Vollen schöpfen, weil die U19 dieses Wochenende spielfrei ist und der Jahrgang 2007 die komplette Trainingswoche mitgemacht hat. „Die Jungs haben eine wirklich gute Trainingsleistung gezeigt und einige der A-Jugend-Spieler sind ja bereits bei uns zum Einsatz gekommen. Sie werden den Kader in der Breite nochmals verstärken“, ist sich Kayabunar sicher. Noah Klose, Finn Fuchs und Cristian Leone, die bei den Profis weilten, waren am Donnerstag wieder beim Abschlusstraining dabei, Kapitän Xaver Kiefersauer soll am Freitag zur U21 stoßen. Fehlen wird dagegen wohl Justin Thönig. „Er braucht noch ein bisschen, befindet sich im Aufbautraining. Für den Kader in Landsberg wird es noch nicht reichen“, glaubt Kayabunar.

Im Tor wird wieder Stefan Musa stehen, der zuletzt dreimal ohne Gegentor blieb. Auch für ihn ist es ein besonderes Spiel, kam er doch im Sommer aus Landsberg zu der Löwen-U21. Übrigens: Die Bilanz spricht knapp für die jungen Sechzger. In zwölf Aufeinandertreffen gewannen sie fünfmal bei drei Remis und vier Niederlagen.

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