In dieser Szene war die Junglöwen-Welt noch in Ordnung: Julian Büsel erzielt das 2:0. Foto: Joachim MentelIn dieser Szene war die Junglöwen-Welt noch in Ordnung: Julian Büsel erzielt das 2:0. Foto: Joachim Mentel

Die Löwen-U17 kassierte ihre erste Hauptrunden-Niederlage beim 2:3 gegen den SV Darmstadt 98. Dabei begann alles nach Plan, durch Tore von David Matijevic (16.) und Julian Büsel (25.) führten die Giesinger schnell mit 2:0.  Doch Luca Spörl gelang per Foulelfmeter der Anschlusstreffer (33.). Lionel Völz glich im zweiten Durchgang aus (77.). Als die Junglöwen auf den Siegtreffer drängten, war es erneut Spörl, dem mit der letzten Aktion des Spiels der Lucky Punch für die Lilien gelang (90.+4).

Ein Kopfball von Julian Büsel am zweiten Pfosten nach Flanke von Oskar Lindemann war die erste Torannäherung der Junglöwen. Lilien-Torwart Louvel Hishis fing die Kugel sicher ab (9.). Ansonsten stand Darmstadt defensiv in der Anfangsviertelstunde gut, ohne nach vorne Gefahr auszustrahlen. Nach einem abgefälschten Schuss von Julian Riedelsberger kam David Matijevic acht Meter vor dem Tor an die Kugel, trotz Bedrängung schloss er aus der Drehung ab, wuchtete die Kugel zum 1:0 hoch ins linke Eck (16.). Erstmals gefährlich wurde es für das Junglöwen-Tor in der 22. Minute. Auf der linken Seite setzte sich Luca Spörl gegen Oskar Lindemann durch, seine Hereingabe auf Lean Demir konnten die Sechzger am Fünfmeterraum zur Ecke klären. Das nächste Tor fiel auf der anderen Seite. Julius Peters hatte halbrechts im Strafraum Julian Büsel angespielt, der kam rechts am Fünfmetereck zum Schuss, traf ins kurze Eck zum 2:0 (25.). Nach einer Flanke von rechts durch Lindemann nahm Matijevic die Hereingabe in der Mitte aus neun Metern direkt, aber Hishis tauchte ab, holte den Ball aus dem linken Eck, der nachsetzende Büsel kam nicht mehr an den Abpraller (27.). Schiedsrichter Felix Ofner pfiff in der 32. Minute Elfmeter für die Gäste. Lindemann war beim Nachsetzen des aus dem Strafraum laufenden Spörl an der linken Seitenlinie in dessen Hacken getreten. Der Gefoulte lief selbst an, Johannes Nieberle hatte die Ecke geahnt, aber gegen den platzierten Schuss rechts unter war er machtlos (33.). Eine Hereingabe von links durch Jonas Mantsch rutschte durchs Zentrum bis zu Riedelsberger am zweiten Pfosten, der traf aber mit seinem Abschluss freistehend aus zehn Metern nur das Außennetz des kurzen Ecks (43.). So blieb es beim 2:1 für die Junglöwen zur Pause.

Die erste gute Möglichkeit im zweiten Durchgang hatten die Gäste, Spörl zog von links in die Mitte, ließ zwei Gegenspieler stehen, kam dann mit rechts aus zehn Metern zum Abschluss, sein Schuss aufs kurze Eck wurde aber sichere Beute von Nieberle (51.). In der ersten Viertelstunde der 2. Halbzeit wurden die Junglöwen nicht richtig gefährlich, Distanzschüsse von Manuel Curic und Neal Doktorczyk, die weit das Ziel verfehlten, waren die einzige Ausbeute. Viele ungenaue Zuspiele hemmten immer wieder den Spielfluss. Nach einem Einwurf von rechts kam der Ball mehrmals verlängert über Manuel Keller zu Matijevic, der aus neun Metern per Drehschuss abzog, aber um Zentimeter neben den rechten Pfosten zielte (73.). In der 77. Minute wurden die Junglöwen für ihre Nachlässigkeit bitter bestraft. Lukas Rossa verlor auf der linken Abwehrseite gegen Sotirios Drougkas einen Zweikampf, der Ball kam zu Lionel Völz, der rechts in den Strafraum lief, dann mit links aus 14 Metern abzog und zum 2:2 ins lange Eck traf. Ein Schlenzer mit links halbrechts an der Strafraumkante von Rossa lenkte Keeper Hishis über die Latte (84.). Die Junglöwen versuchten alles, um den Lucky Punch zu erzielen. Leonard Schoierer zielte knapp am Tor vorbei (88.). Simon Kirchmann war zu überrascht, als Torwart Hishis einen Ball passieren ließ, kam deshalb an der Fünfmeterkante nicht zum Abschluss (90.). Schoierer scheiterte mit seinem Schuss von der Strafraumkante ebenfalls am Lilien-Schlussmann, der den Ball um den rechten Pfosten lenkte (90.). Den Lucky Punch setzten in der 4. Minute der Nachspielzeit die Lilien. Spörl lief auf der linken Seite allen davon, zog nach innen, schloss im Strafraum aus 13 Metern mit rechts ab und traf zum 3:2 für Darmstadt ins linke Eck (90.+4). Direkt danach war Schluss und für die Junglöwen stand die erste Hauptrunden-Niederlage zu Buche – und die auch noch völlig unnötig!

Die Niederlage bezeichnete Trainer Peter Ulbricht als „vollkommen unnötig, aber auch gerechtfertigt, weil wir nach der 2:0-Führung weniger gemacht haben, weniger Intensität hatten. Das haben wir uns heute selbst zuzuschreiben“, so sein Fazit. Den 40-Jährigen ärgerte es, dass es zuletzt schon öfters passiert ist, dass nach gutem Beginn der Faden verloren ging. „In den Hinspielen haben wir die Dinger durchgezogen und deutlich gewonnen. Jetzt habe ich immer das Gefühl, dass wir nach dem zweiten Tor plötzlich nicht mehr jeden Laufweg mit der nötigen Intensität wie zuvor machen. Dann wird es extrem schwierig, wenn du das Tempo nicht hochhalten kannst.“ Auch die Wechsel hätten nicht so gezündet wie zuletzt. „Leonard Schoierer war noch der Aktivste. Aber in Summe haben wir durch die Wechsel nicht wirklich was gewonnen. Im Gegenteil.“ Teilweise hätte sich sein Team bei den Gegentoren nicht gut angestellt, besonders beim entscheidenden dritten. „Es passt dann halt nicht“, so Ulbricht.


STENOGRAMM

U17-DFB-Nachwuchsliga, Hauptrunde Liga B, Gruppe C
10. Spieltag, 19.04.2026, 11 Uhr
TSV 1860 München – SV Darmstadt 98 2:3 (2:1)

TSV 1860 München
Nieberle (Tor) – Lindemann (82., Yilmaz), Curi, Rossa, Mantsch – Peters, Doktorczyk, Hohenester (67., Keller) – Riedelsberger (67., O’Bryant), Matijevic (82., Schoierer), Büsel (75., Kirchmann)

Tore
1:0 Matijevic (16.), 2:0 Büsel (25.), 2:1 Spörl (33., Foulelfmeter), 2:2 Völz (77.), 2:3 Spörl (90.+4)

Gelbe Karten
– Tournakis

Zuschauer
111 1860-Trainingsgelände

Schiedsrichter
Felix Ofner (Erbach); Assistenten: Dominik Hillmann (Pfuhl), Maurice Schwarzbauer (Eislingen)

Teamförderer der U17: geldhauser.de

Teamseite der U17-Junioren

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