Letzte Anweisungen von U21-Trainer Alper Kayabunar vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub beim Abschlusstraining am Freitag. Foto: Joachim Mentel
Die Löwen-U21 hat unter der Woche die Tabellenführung in der Bayernliga Süd verloren, kann sie aber am Samstag, 21. März 2026, beim Auswärtsspiel gegen das Schlusslicht Türkgücü München zurückerobern. Anpfiff auf der Bezirkssportanlage am Ostpark (Heinrich-Wieland-Str. 100, 81735 München) ist um 15 Uhr.
Am Mittwoch gewann der TSV Landesberg das Nachholspiel des 20. Spieltags gegen den FC Pipinsried mit 2:1, überflügelte mit dem Dreier die Geisinger in der Tabelle. Doch der neue Spitzenreiter ist am Wochenende spielfrei, die Löwen-U21 kann sich mit einem Sieg wieder den Platz an der Sonne sichern. „Das ist für uns uninteressant. Wir schauen auf uns selbst“, hält U21-Coach Alper Kayabunar von solchen Rechenspielen wenig. „Wir haben einen guten Start nach der Winterpause hingelegt mit sieben Punkten aus drei Spielen geholt“, erklärt der 40-Jährige. Und das sei gegen schwere Gegner wie die Sportfreunde Schweig (3:0), beim heimstarken SV Schalding-Heining (2:2) und gegen den FC Pipinsried (1:0) gelungen. „Jetzt gilt‘s einfach, die guten Leistungen fortzusetzen!“
Vor allem dürfe sein Team den Gegner nicht unterschätzen. „Sicherlich ist das für Türkgücü eine schwierige Lage aufgrund der Tabellensituation und der letzten Spiele. Aber von dem dürfen wir uns nicht blenden lassen und werden versuchen, von der ersten Minute an Gas zu geben.“
Für Kayabunar ist es kein gewöhnliches Spiel. Er war 15 Jahre lang in verschiedenen Positionen (Spieler, Co-Trainer, Cheftrainer) bei der türkischen Kraft aktiv. „Gerade jetzt, wo sie in an der Heinrich-Wieland-Straße spielen. Dort habe ich in den letzten Jahren sehr viel Zeit verbracht. In den vergangenen fünf, sechs Jahren gab’s nie Pflichtspiel, sondern immer nur Trainingsspiele auf der Anlage.“ Er fühle sich dort nach wie vor zuhause. „Ich habe zu vielen Leuten eine sehr gute Beziehung, das geht beim Platzwart los. Es war eine sehr schöne, aber auch schwierige Zeit mit einigen Aufstiegen. Ich freue mich, wieder mal dort sein, vor allem bei einem Pflichtspiel. Das wird etwas ganz besonders für mich!“
Für Türkgücü dürfte der zweite Abstieg in Folge in dieser Saison nur schwer zu vermeiden sein. Er wünsche dem Verein trotzdem alles Gute. „Ich bin Türkgücü sehr dankbar, habe dort viele verschiedene Facetten erlebt und einfach auch viel gelernt. Ich war vor meiner Zeit bei Sechzig nur dort als Trainer. Auch deshalb würde ich mich freuen, wenn sie den Klassenerhalt noch irgendwie packen, aber sie brauchen nicht gerade gegen uns mit dem Siegen anfangen, aber gerne danach“, scherzt Kayabunar. „Aber wer mich kennt weiß, in erster Linie ist das allerwichtigste mein eigenes Team. Und ich bin sehr froh und glücklich, wie es gekommen ist und dass ich jetzt bei Sechzig bin. Das hat für mich die höchste Priorität.“
Ausfallen werden beim Auswärtsspiel am Ostpark höchstwahrscheinlich Noah Klose und Finn Fuchs. Stürmer Klose erhielt gegen Pipinsried ein Verteidiger-Knie an den Kopf, musste mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden und konnte bis Donnerstag nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen. Zwar stand er am Freitag auf dem Platz, trainierte aber vorwiegend individuell. Fuchs war die ganze Woche krank, wird wohl ebenfalls am Samstag nicht im U21-Kader stehen. Dafür könnte Winterzugang Lucio Saric endlich sein Debüt für den TSV 1860 geben. „Er ist wieder fit und eine Option“, sagt Kayabunar. „Personell haben wir keinen großen Engpass, da viele angeschlagene Spieler in den letzten Wochen zurückgekommen sind“, erklärt der Coach. Zudem ist die U19 dieses Wochenende spielfrei. „Es kann sein, dass wir einen oder zwei Spieler mit in den Kader nehmen.“ Ausgerechnet Jakob Schurz, der Fuchs auf der Linksverteidigerposition hätte vertreten können, ist angeschlagen. „Wir werden hier eine Lösung finden. Sowohl Max Jägerbauer als auch Justin Thönig können ihn ersetzen“, macht sich Kayabunar deshalb keine größeren Sorgen.




