Sebastian Jünke steht wieder zur Verfügung, könnte in Freiberg Ludwig Estermann in der Innenverteidigung ersetzen. Foto: Markus Burger
Für die Löwen-U19 geht es am Samstag, 31. Oktober 2026, in der Vorrunden-Gruppe D der DFB-Nachwuchsliga zum SGV Freiberg. Anpfiff im Stadion Auf dem Wasen (Talstr. 17, 71691 Freiberg am Neckar) ist um 14 Uhr.
Das Hinspiel konnten die Junglöwen nach 5:0-Führung bis zur 37. Minute am Ende mit 5:2 gewinnen. Bitter war dabei die Rote Karte gegen Torhüter Dennis Duru in der 88. Minute, der bei einer Rudelbildung sein Tor verlassen hatte und mit dem Schiedsrichter diskutierte. „Das bleibt natürlich vom Hinspiel hängen“, sagt Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm, der Platzverweis gegen Dennis und dass es am Ende unruhig wurde.“ Zumal es in der Folge eine Sperre für den Keeper nach sich zog.
Duru, jüngerer U19-Jahrgang, ist eine Stütze des Teams und ein großes Torhütertalent. Das hat auch der Trainer der deutschen U18-Nationalmannschaft, Christian Wörns, erkannt und den 17-Jährigen zum Lehrgang der DFB-Auswahl auf dem Campus in Frankfurt eingeladen. Dort weilte er diese Woche von Montag bis Mittwoch. Vielleicht berücksichtigt Wörns, der in der Saison 2017/2018 die U19/U21 der Junglöwen trainierte, ihn für die nächsten beiden Länderspiele am 14. Und 17. November 2026 in und gegen die Türkei. Die Nominierung dafür wird am kommenden Montag bekanntgegeben. Duru ist Jahrgang 2009, gebürtiger Münchener mit nigerianischen Wurzeln und kam in der U14 vom SV Italia München zu den Sechzgern. „Wir haben ein positives Feedback vom DFB bekommen“, erzählt Schittenhelm, „Dennis ist gut zurückgekommen und wir freuen uns, dass er wieder einsatzbereit ist“, kann er seinen Schlussmann am Samstag einsetzen.
„Wir wollen natürlich in Freiberg gewinnen“, lässt Schittenhelm keine Zweifel an der Ausrichtung. „Wenn uns das gelingt, haben wir eine gute Ausgangsposition für die letzten drei Spiele.“ Derzeit liegt sein Team in der Gruppe D auf Platz drei mit 14 Punkten hinter dem VfB Stuttgart (17) und dem FC Bayern (18.). Die beiden Führenden treffen dieses Wochenende im direkten Duell aufeinander, nehmen sich also gegenseitig die Punkte. Zur direkten Qualifikation für die Liga A reichen nur die ersten beiden Gruppenplätze. Dazu kommen die punktbesten sechs Drittplatzierten der neun Gruppen. Jeder Sieg ist also wichtig!
Freiberg ist derzeit Tabellenletzter, hat nach sieben Partien gerade mal vier Zähler auf dem Konto. Trotzdem warnt der Junglöwen-Coach vor dem Gegner. „Einige der Spiele waren knapp“, wie das 1:1 bei der SpVgg Unterhaching. Zuletzt gab es für die Neckarstädter eine derbe 1:8-Niederlage beim FC Bayern. So deutlich, wie das Ergebnis, sei das Spiel jedoch nicht gewesen. „Zu Beginn hatten sie zweimal die Möglichkeit, in Führung zu gehen“, weiß Schittenhelm. „Wir müssen sehr fokussiert rangehen, um den Sieg in Freiberg zu holen“, gibt er seinen Jungs mit auf den Weg.
Die Tagesfahrt nach Freiberg im Großraum Stuttgart wird Maximilian Riedelsberger nicht mitmachen. Der 17-jährige Verteidiger verstärkt die U21, ebenso wie Ludwig Estermann. Dafür ist Sebastian Jünke wieder einsatzbereit, könnte Estermanns Part in der Innenverteidigung übernehmen. Auch Loic O’Bryant kehrt nach überstandener Verletzung zurück. Rehan Murad und Lukas Rossa trainieren wieder auf dem Platz, sind aber noch keine Option für dieses Wochenende. Definitiv fehlen werden Xaver Lippmann und Bruno Mühl.




