Luca Dollinger, mit fünf Toren zusammen mit Fares Ibrahim der erfolgreichste Torschütze, konnte die Woche über nicht trainieren. Sein Einsatz ist fraglich. Foto: Joachim Mentel
Für die U21 der Löwen geht es am 14. Spieltag in der Bayernliga Süd ins Oberallgäu zum TSV 1874 Kottern. Anpfiff am Samstag, 10. Oktober 2026, in der ABT-Arena (Kieswerkstr. 10, 87471 Durach) ist um 14 Uhr.
Der 4:0-Erfolg zuletzt gegen Namensvetter TSV 1860 Rosenheim hat für Rückenwind bei den kleinen Löwen gesorgt. „Auf jeden Fall“, sagt Trainer Christoph Rech, „der Sieg war wichtig.“ Trotzdem weiß auch er und sein Trainerkollege Wolfgang Sonnenhauser, dass nicht alles gut war. „Wir haben am Montag das Spiel nochmals analysiert und geschaut, was wir gut gemacht haben, aber auch, welche Sachen wir noch besser machen können. Da gab es einige Themen, die wir mit den Jungs besprochen haben. Jetzt liegt der Fokus natürlich auf Kottern.“
Das Team aus der Nähe von Kempten liegt auf Rang elf, einen Punkt hinter der Löwen-U21. Rech zählt das Team zu den erfahrenen Mannschaften. „Sie sind seit Jahren in der Bayernliga, haben ergebnistechnisch keinen guten Start in die Saison gehabt.“ Doch zuletzt zeige die Formkurve deutlich nach oben. „Wenn ich es richtig im Kopf habe, dann haben sie aus den letzten fünf Spielen zehn Punkte geholt. Das spricht für sich. Das muss man in der Liga erstmal schaffen.“
Kottern sei ein „sehr unangenehmer Gegner. Das waren sie die letzten Jahre schon immer. Sie haben ein sehr gutes Umschaltspiel, stehen defensiv äußerst kompakt und haben nicht viele Gegentore kassiert“, so der 33-jährige Rech. „Aber letztlich müssen wir wieder auf uns schauen und versuchen, Lösungen zu finden.“
Aufgrund der personell angespannten Situation müsse man dabei sehr kreativ sein. „Die U19 spielt am gleichen Tag in Ingolstadt. Da wird nicht viel kommen. Die erste Mannschaft hat auch einige Ausfälle zu beklagen, auch was Krankheiten angeht. Bei uns ist es genau das Gleiche. Dazu fehlt Fares Ibrahim gesperrt.“ Gegen Rosenheim kassierte der Stürmer seine fünfte Gelbe Karte. „Wir müssen schauen, wie wir es irgendwie kompensieren können. Denn viele gesunde Spieler haben wir aktuell nicht.“
Dazu ist der Einsatz von Luca Dollinger, neben Ibrahim mit fünf Toren der gefährlichste Angreifer, fraglich. „Er war die ganze Woche krank“, erzählt Rech, „wir müssen schauen, ob es reicht.“ Dazu fehlt Mustafa Tekin, der einen Rückschlag erlitt. Jakob Schurz und Ahanna Agbowo sind ebenfalls keine Option. Hinzu kommt die Verletzung von Torhüter Stefan Musa, was die Situation zwischen den Pfosten nicht erleichtert. Denn Mauricio Dunker ist ebenfalls nicht einsatzfähig. Leon Erkocaoglan ist gesetzt, wer auf der Bank Platz nimmt, ist fraglich. Zuletzt war es U19-Keeper Luca Scholl.
Es läge an der Jahreszeit. Krankheiten und Verletzungen würden erfahrungsgemäß im Herbst anstiegen, „wenn es abends kälter und ungemütlich wird. Da fängt man sich schneller was ein“, so Rech, der nicht lamentieren möchte. „Wir werden trotzdem eine Mannschaft auf den Platz bringen und hoffentlich noch ein, zwei Jungs, die auf der Bank sitzen. Wir müssen improvisieren, auch was die taktische Grundausrichtung angeht, wer auf welcher Position spielt.“




