Nach zuletzt zwei Niederlagen wollen Wolfgang Sonnenhauser (2. v. re) und Christoph Rech (re.) die Partie gegen Namensvetter Rosenheim unbedingt gewinnen. Foto: Joachim Mentel
Die Löwen-U21 empfängt zum Heimspiel am 13. Spieltag Namensvetter TSV 1860 Rosenheim mit Wolfgang Schellenberg, dem langjährigen Leiter des Junglöwen-NLZs, als Trainer. Anpfiff am Freitagabend, 2. Oktober 2026, auf dem 1860-Trainingsgelände (Grünwalder Straße 114, 81547 München) ist um 18.60 Uhr.
Neben Schellenberg, der auch 2006 als Trainer mit der U17 der Junglöwen die Deutsche B-Junioren-Meisterschaft holte, sind mit Johann Ngounou Djayo, Ugur Türk, Leon Tutic oder Muck Riedmüller einige Spieler in Reihen der Rosenheimer, die ihre Ausbildung im Nachwuchs der Weiß-Blauen genossen. U21-Coach Christoph Rech ging als Jugendlicher den umgekehrten Weg, spielte vor seiner Zeit bei den Löwen ein Jahr im Nachwuchs der Rosenheimer, hat aber wenig Beziehung zu dem Klub. „Wir kennen uns schon sehr lange“, sagt er über Schellenberg, „aber ansonsten zum Verein oder irgendwelchen Spielern gibt es nahezu keine Verbindung mehr.“
Zuletzt gab es zwei Niederlagen für die U21. War das 0:1 im letzten Heimspiel gegen Erlbach nach über einer Halbzeit in Unterzahl gegen einen starken Gegner noch verkraftbar, so war der Auftritt in Ismaning beim 2:5 in der ersten Viertelstunde mehr als ärgerlich. „Wir haben es besprochen, uns die Videoszenen nochmals angeschaut und den Spielern klar aufgezeigt, welche Fehler wir abstellen müssen, um auch Punkte in der Liga zu holen. Das haben die Jungs auch verstanden, waren sehr selbstkritisch und sind natürlich dementsprechend motiviert, dass wir es gegen Rosenheim besser machen.“
Zur Ehrenrettung muss aber gesagt werden, dass gerade die Defensive in dieser Konstellation gegen Ismaning noch nie zusammengespielt hatte. Im Tor stand erstmals Leon Erkocaoglan, vor ihm verteidigten Emirhan Agzikara, Finn Fodor und die beiden U19-Spieler Manuel Curic und Arda Efe. „Wir haben generell immer relativ viele Wechsel, das soll aber keine Ausrede sein“, stellt der 33-jährige Rech klar. „Natürlich hat man das in der Anfangsphase gemerkt, dass wir das eine oder andere Abstimmungsproblem haben, was irgendwo auch nachvollziehbar ist. Trotzdem war es viel zu einfach, wie wir unsere Gegentore in dem Spiel kassieren.“
Mit Rosenheim kommt ein Neuling nach München. Das Team war 2022 aus der Regionalliga abgestiegen, anschließend ging es direkt weiter in die Landesliga, wo sie Schellenberg 2023 als Trainer übernahm. Am Ende des dritten Jahrs seiner Amtszeit schaffte der Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz den Aufstieg in die Bayernliga Süd. „Es ist eine gute, junge Mannschaft, dementsprechend auch willig“, erzählt Rech über den Kontrahenten. „Sie marschieren 90 Minuten. Wolfgang Schellenberg hat einen echt sehr guten Job gemacht, auch durch den Aufstieg letzte Saison“, lobt ihn sein junger Kollege. „In den letzten Wochen haben sie ergebnistechnisch aber nicht super performt, ähnlich wie wir“, zieht der U21-Coach Parallelen. „Aber klar, unser Ziel ist es, dass wir das Heimspiel gewinnen!“
Gegen Rosenheim können die Trainer Rech und Wolfgang Sonnenhauser höchstwahrscheinlich wieder auf Kapitän und Abwehrchef Deniz Haimerl zurückgreifen. „Er ist diese Woche wieder ins Training eingestiegen. Wenn er das Abschlusstraining komplett mitmacht, keine Probleme danach hat, wird er auf jeden Fall dabei sein.“
Dagegen wird weiterhin Mustafa Tekin krankheitsbedingt fehlen. Der Mittelfeldspieler bekommt Antibiotika. Noah Plöttner verletzte sich am Dienstag im Training, fällt definitiv aus. Auch Jakob Schurz, Ahanna Agbowo und Lucio Savic sind nicht einsatzfähig, ebenso wie die langzeitverletzten Justin Thönig und Jamie Jenni. Verstärkung gibt’s erneut von der U19, die an diesem Wochenende wegen Länderspielen nochmals pausiert. „Wir können erneut auf die Jungs zurückgreifen, die bereits in Ismaning dabei waren“, sagt Rech. „Und von oben muss man sehen, ob jemand kommt. Wir rechnen aber nicht mit vielen.“ Denn das Regionalliga-Team spielt erst am nächsten Tag zu Hause gegen die SpVgg Ansbach.




