Xaver Lippmann (Mitte) bereitete den ersten Löwen-Treffer per Freistoß vor, den zweiten erzielte er mit einer Direktabnahme. Foto: Markus BurgerXaver Lippmann (Mitte) bereitete den ersten Löwen-Treffer per Freistoß vor, den zweiten erzielte er mit einer Direktabnahme. Foto: Markus Burger

Die Löwen-U19 verteidigte zwar ihre Ungeschlagen-Serie beim 2:2 bei Eintracht Frankfurt, gab aber nach der Pause eine 2:0-Führung aus der Hand. Jamie Jenni (22.) und Xaver Lippmann (35.) hatten im ersten Durchgang getroffen, Leonidas Tsiokos verkürzte per Foulelfmeter (48.), Niko Ilicevic traf zum Endstand (90.+2). Ab der 74. Minute spielten die Giesinger nach der Gelb-Roten Karte für Bienvenue Kawele in Unterzahl.

Beide Teams neutralisierten sich zu Beginn der Partie gegenseitig. Torraumszenen waren Mangelware. So wurde es erstmals nach einem Standard gefährlich. Mustafa Tekin hatte aus dem rechten Halbfeld mit links den Ball in den Strafraum geflankt, der eingelaufene Emre Erdogan kam zwar an die Kugel, traf die Hereingabe aber nur mit dem Oberschenkel, so dass Eintracht-Keeper Emil Möhler mit dem Abschluss keine Probleme hatte. (9.). Wenig später hatten die Junglöwen Glück, als Leonidas Tsiokos im Strafraum von rechts querlegte, Niko Ilicevic von der Strafraumkante zum Schuss kam, Mauricio Dunker im 1860-Tor den Ball nach vorne abprallen ließ, jedoch Marcello Bouvier im Nachschuss aus sechs Metern an Dunker scheiterte (13.). In der 22. Minute die Führung für die Sechzger. Wieder war ein Standard der Ausgangspunkt. Einen Freistoß aus 28 Metern in zentraler Position schoss Xaver Lippmann direkt aufs Tor, Möhler wehrte den Abschluss aufs rechte untere Eck nach vorne ab, Jamie Jenni war zur Stelle, drückte den Ball von der rechten Fünfmeterkante ins lange Eck zum 1:0 (22.). Sein ganzes Können musste Dunker in der 30. Minute unter Beweis stellen, als links an der Fünfmeterkante vor ihm Jasha Barry frei auftauchte, er den Schuss jedoch zur Ecke abwehren konnte. Das Tor fiel auf der anderen Seite. Emre Erdogan hatte am linken Strafraumeck quergelegt, die Kugel wurde abgewehrt, Xaver Lippmann nahm das Spielgerät aus 22 Metern direkt, traf ins rechte untere Eck zum 2:0 (35.). Arda Efe hätte noch vor der Pause erhöhen können, zielte mit einem 20-Meter-Schuss aber einen Meter über das rechte Kreuzeck (38.). Den Zwei-Tore-Vorsprung nahmen die Junglöwen mit in die Kabine.

Gleich zu Beginn der 2. Halbzeit konnten die Hessen verkürzen. Ludwig Estermann setzte im Strafraum gegen Tsiokos zu einer Grätsche an, Schiedsrichter Simon Wölflinger entschied sofort auf Elfmeter (47.), Der Gefoulte schnappte sich selbst den Ball, verlud Dunker und traf zum 1:2 ins rechte untere Eck (48.). Die Eintracht, die zur Pause dreimal gewechselt hatte, machte weiter Druck. Marcell Bouvier dribbelte sich bis in den Strafraum, im letzten Moment brachte Jenni noch den Fuß dazwischen (62.). Wenig später legte Allen Adjei den Ball an Keeper Dunker vorbei in die Mitte, wo Bouvier aber einen Schritt zu spät kam (66.). Auch Illcevic zielte aus der Distanz knapp am 1860-Tor vorbei (67.). Eine Schlüsselszene spielte sich dann in der 74. Minute ab. Bienvenue Kawele rangelte mit den Frankfurtern Emil Möhler und Johannes Voett nach einer Ecken-Entscheidung. Schiedsrichter Simon Wölflinger zeigte erst dem Junglöwen die Gelbe Karte. Als sich dann Voett kurz danach theatralisch fallen ließ, zückte er für den Löwen-Stürmer Gelb-Rot nach Rücksprache mit seinem Assistenten (74.). In Unterzahl konnten die Junglöwen bis in die Nachspielzeit alles wegverteidigten. Das änderte sich nach einem Eckball. Zunächst abgewehrt fiel der Ball rechts im Halbraum Ilicevic vor die Füße, der aus 15 Metern zum 2:2 ins lange Eck traf (90.+2). Kurz danach war Schluss.

„Es war grundsätzlich ein echt gutes Spiel von uns. Wir haben richtig Gas gegeben“, zeigte sich Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm zufrieden. „Schon in der 1. Halbzeit haben wir viel investiert und gehen nach einem Standard, wo wir super nachsetzen, in Führung. Auch der zweite Treffer war echt gut, wie wir nach einem unsauber gespielten Ball nachrücken und ‚Lippi‘ richtig gut vollendet.“ Die Leistung von Xaver Lippmann hob der 40-jährige Coach besonders hervor: „Er hat eine super Schusstechnik, ihn muss man loben und herausstellen. Er hat lange auf seine Chance warten müssen, ist in diesem Jahr kaum zum Zug gekommen.“ Ebenfalls ein Sonderlob bekam Ben Wohlketzetter, der auf der Acht gespielt hatte. „Er hat Box-to-Box sehr gut gearbeitet. Generell gilt das für die ganze Mannschaft. Wir haben super im Kollektiv gekämpft und viele gute Aktionen mit Ball kreiert.“

Die 2. Halbzeit hätte „super ungünstig“ begonnen. „Ludwig Estermann hat gesagt, dass er seinen Gegenspieler nicht berührt hätte. Aber so wie es von außen aussieht, kann man Elfmeter geben“, so Schittenhelm. Nach dem Anschlusstreffer hätte Eintracht mehr Druck gemacht. Die nächste Schlüsselszene war der Platzverweis gegen Bienvenue Kawele (74.). „Aus meiner Sicht war das völlig übertrieben bei einer Ecke für uns nach einem leichten Gerangel. Eigentlich war es eine Bomben-Schiedsrichterleistung, aber das hat natürlich den weiteren Spielverlauf beeinflusst.“ In Unterzahl sei es extrem hart geworden. „Aber wir haben gut gearbeitet und verteidigt.“ Der Ausgleich in der Nachspielzeit sei deshalb extrem ärgerlich gewesen. „Es war schade, weil heute mehr drin gewesen wäre, aber den Punkt haben wir uns redlich verdient.“


STENOGRAMM

U19-DFB-Nachwuchsliga, Hauptrunde Liga B, Gruppe D
11. Spieltag, 02.05.2026, 11 Uhr
SG Eintracht Frankfurt – TSV 1860 München 2:2 (0:2)

TSV 1860 München
Dunker (Tor) – Krasniqi, Jenni, Estermann, Efe (87., Bannert) – Wohlketzetter, X. Lippmann, Tekin – Erdogan (87., Osmani), Sturm 873., Fiedler), Karakoc (62., Kawele)

Tore
0:1 Jenni (22.), 0:2 X. Lippmann (35.), 1:2 Tsiokos (48., Foulelfmeter), 2:2 Ilicevic (90.+2)

Gelbe Karten
Daaou, Voett – Wohlketzetter, Dunker

Gelb-Rote Karten
– Kawele (74.)

Zuschauer
120 Stadion Riederwald

Schiedsrichter
Simon Wölflinger (Bedesbach-Patersbach); Assistenten: Franjo Bajan (Ludwigshafen), Mickaël Walker (Kusel)

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